Ist das historische Zentrum von Lima sicher? Tipps für Reisende

Foto: Peruanische Nachrichtenagentur Andina

Angst ist kein guter Reisebegleiter. Die Angst, Opfer eines Raubüberfalls zu werden, führt dazu, dass manche Reiseziele aus den Reiseplänen gestrichen werden. „Nein, dorthin fahre ich nicht“, entscheiden sich Touristen, die sich dabei oft von verzerrten Informationen leiten lassen. Wenn Du kurz davor bist, die Hauptstadt Perus auszuschließen, weil Du sie für gefährlich hältst, nimm Dir ein paar Minuten Zeit, um diesen Text zu lesen. Er erklärt Dir, warum das Historische Zentrum von Lima sicher ist.

Zunächst solltest Du wissen, dass Lima, das offiziell am 18. Januar 1535 gegründet wurde, eine Metropole mit mehr als 10 Millionen Einwohnern ist. Die Hauptstadt ist in 43 Bezirke unterteilt, während das Historische Zentrum nur 0,38 Prozent der bebauten Stadtfläche einnimmt. Es ist ein Relikt der kolonialen und republikanischen Vergangenheit, das sein monumentales Erbe bewahrt und gleichzeitig als Zentrum der politischen Macht des Landes von großer Bedeutung ist.

Diese Eigenschaft macht die Altstadt bzw. den historischen Gründungskern, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, zu einem sicheren Gebiet, was auch auf die ständige Präsenz der peruanischen Nationalpolizei (PNP) zurückzuführen ist. Dazu gehören Einsatzkräfte der Tourismusdirektion, einer spezialisierten Einheit zum Schutz, zur Betreuung und Orientierung von Besuchern aus Peru und dem Ausland. Die Polizistinnen und Polizisten sind leicht zu erkennen, da sie ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse tragen.

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Die Ruhe im alten Lima wird durch die Präsenz von städtischen Sicherheitskräften zusätzlich unterstützt. Der sogenannte Serenazgo bietet den Anwohnern Schutz und sorgt für die Sicherheit der Bevölkerung, indem er Präventionsmaßnahmen durchführt und bei Notfällen Unterstützung leistet. Die permanente Überwachung macht das Historische Zentrum zu einem geeigneten städtischen Bereich, den Du zu Fuß und ohne größere Zwischenfälle morgens, nachmittags und in den frühen Abendstunden erkunden kannst.

Das bisher Gesagte bedeutet nicht, dass es in dem auch als „Damero de Pizarro“ bezeichneten Gebiet keine Risiken gibt. Lima Metropolitana hat erhebliche Sicherheitsprobleme, doch kriminelle Handlungen konzentrieren sich auf bestimmte Bezirke oder Stadtviertel, die nicht Teil der touristischen Routen sind. Vergiss die Angst und sei Dir sicher, dass die Sorge Dich auf den Straßen der Hauptstadt nicht begleiten muss, wenn Du unsere Tipps befolgst. 

Sichere Gegenden im Historischen Zentrum von Lima 

Foto: Radio Nacional del Perú

Ist das Zentrum von Lima für Touristen gefährlich? Gibt es sichere Gegenden im Historischen Zentrum von Lima? Das sind wichtige Fragen für Reisende, die zögern, die Hauptstadt in ihre Liste der Reiseziele aufzunehmen, weil sie sie für eine gewalttätige und unsichere Stadt halten. Dieses Dilemma wird jedoch geklärt, wenn Du die Gründe liest, die unsere Antworten „Nein, es ist nicht gefährlich“ und „Ja, es ist ziemlich sicher“ auf beide Fragen stützen.

Beginnen wir mit dem Nein. Das Historische Zentrum von Lima ist für Touristen nicht gefährlich. Ganz im Gegenteil. Der historische Gründungskern der „Stadt der Könige“, wie sie ursprünglich vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro genannt wurde, weist keine gravierenden Probleme mit Sicherheit oder Straßenkriminalität auf. Dennoch wäre es ein Fehler, Dich von einem falschen Sicherheitsgefühl leiten zu lassen. Besuche das Zentrum immer mit Umsicht und Vorsicht

Denke daran, dass auch im alten und touristischen Lima, wie fast überall auf der Welt, die Sicherheit nicht absolut gewährleistet ist. Aus diesem Grund solltest Du bei Deinen Spaziergängen durch das „Damero de Pizarro“ Unachtsamkeiten vermeiden, die Dein Erlebnis in den historischen Bereichen der peruanischen Hauptstadt beeinträchtigen könnten. Denke daran, dass Kriminelle stets aufmerksam sind und einen Moment der Unachtsamkeit ausnutzen, um ihre Pläne umzusetzen.

Kommen wir nun zum Ja. In der Altstadt gibt es mehrere städtische und monumentale Bereiche, in denen Du Dich sicher fühlen wirst. Dadurch kannst Du die koloniale und republikanische Architektur des alten Lima, seine von Geschichte, Tradition und Vergangenheit geprägten Plätze und Straßen, seine Museen und Kunstgalerien und natürlich die hervorragende lokale Gastronomie in vollen Zügen genießen, die zu den besten der Welt zählt.

Wenn Du über die Plaza de Armas, den Jirón de la Unión, die Plaza San Martín, die Umgebung der Kirche San Francisco und durch die weiteren Sehenswürdigkeiten der touristischen Rundgänge gehst, wirst Du Dich nicht nur durch die Präsenz der Polizei und des Serenazgo geschützt fühlen, sondern auch feststellen, dass Lima eine lebendige und pulsierende Stadt ist. Diese Eindrücke widerlegen den Mythos und das Vorurteil, dass die „Dreimal gekrönte Stadt“ eine beängstigende und gefährliche Metropole sei.

Zehn Tipps für mehr Sicherheit im Historischen Zentrum von Lima

* Vermeide es, Wertgegenstände und Schmuck bei Dir zu tragen, die das Interesse von Kriminellen „wecken“ könnten.

* Nimm nicht zu viel Geld mit. Wenn Du dennoch mehr Bargeld dabeihast, bewahre es nicht an einem einzigen Ort auf.

* Zeige Deine Kamera, Dein Handy, Tablet oder andere elektronische Geräte nicht ständig offen. Am besten benutzt Du sie und verstaust sie anschließend wieder.

* Lass Deine persönlichen Gegenstände nicht aus den Augen. Lass sie nicht unbeaufsichtigt auf einem Restauranttisch oder auf der Ladentheke eines Geschäfts liegen.

* Bleib aufmerksam. Wenn Du den Verdacht hast, dass Dir jemand folgt oder Dich auffällig beobachtet, wende Dich an einen Polizisten oder einen Mitarbeiter des Serenazgo.  

Foto: Perú21

* Entferne Dich nicht von den touristischen Bereichen und den belebten Straßen des Historischen Zentrums. Vermeide es, die Brücken zu überqueren, die die Altstadt mit Barrios Altos und dem Rímac verbinden.

* Wenn Du Dich an einem bestimmten Ort oder in einer Straße nicht wohlfühlst, geh weiter und suche einen sicheren Ort auf.

* Unternimm Deine Touren im Historischen Zentrum von Lima zwischen 09:00 und 17:00 Uhr. Der geschäftige Handel und die stärkere Präsenz von Polizei und Serenazgo-Mitarbeitern werden Dir ein Gefühl von Sicherheit geben.

* Suche Dir Begleitung, wenn Du ins Historische Zentrum von Lima gehst. Wenn Du alleine reist, schließe Dich unserer Free Tour an, damit Du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in einer Gruppe und in Begleitung eines lokalen Guides besichtigen kannst.

* Wenn Du das Zentrum verlässt, vermeide informelle Taxis. Damit sind Fahrzeuge gemeint, die nicht registriert sind und zu keinem Unternehmen gehören. Nutze vorzugsweise Fahr-Apps oder fahre mit den Bussen des Metropolitano, einem öffentlichen Verkehrsmittel, das Dich unter anderem in die Bezirke San Isidro, Miraflores und Barranco bringt.

Lima erwartet Dich. Lass Dich nicht von Angst oder Erzählungen davon abhalten, die Plätze, Herrenhäuser, Kirchen und Klöster des Historischen Zentrums kennenzulernen – ein historisches Kulturerbe, das Dich mit seiner Architektur, seinen Traditionen und seinen kulinarischen Spezialitäten beeindrucken wird. Wenn Du die Stadt auf eine andere Art und in Begleitung eines lokalen Guides kennenlernen möchtest, buche unsere Free Tour Lima, eine gute Möglichkeit, die „Dreimal gekrönte Stadt“ zu erkunden.